Poesie und Texte
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Mechthild Seithe

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Ausschnitt aus der Fabel

 

 

 

Der Löwe und die Katze

 

 

Eines Tages sah der Löwe von weitem die Katze im Gras an einer Wegkreuzung liegen und zerbrach sich den Kopf: Ob ihn die Katze sehen würde? Ob sie überhaupt wusste, wer er ist? Vielleicht hatte sie ja auch Angst vor ihm, immerhin war er fünfmal so groß wie sie. Ob sie ihn schön finden würde und stark? „Vielleicht übersieht sie mich auch einfach, wie die anderen alle. Vielleicht denkt sie auch, ich sei eine Maus“?

Der Löwe ging etwas zögernd den Weg weiter auf die Katze zu. Die hatte die Augen geschlossen und tat so, als nähme sie keine Notiz von ihm.

Als er auf ihre Höhe gekommen war, schaute er sie erwartungsvoll an, aber die Katze rührte sich nicht. Er hustete. Aber die Katze sagte nur: „Geh mir aus der Sonne“, ohne die Augen aufzumachen.
Der Löwe zog beleidigt und verletzt seines Weges.

Am nächsten Tag aber kam er wieder. Er wollte es einfach nicht glauben, dass es wieder so gehen würde wie schon mit den anderen Tieren. Dieses Mal ging er ohne zu Zögern den Weg weiter auf die Katze zu. Er war entschlossen, ihr dieses Mal klarzumachen, wer er war.
Die Katze hatte auch heute die Augen geschlossen und tat so, als nähme sie keine Notiz von ihm.
Als er auf ihre Höhe kam, sagt er: „Hallo, ich bin ein Löwe.“ Aber die Katze öffnete nur ein Auge und murmelte. „So? Schön für dich. Aber geh mir aus der Sonne.“
Der Löwe stand völlig hilflos da. Schließlich ging er weiter. Seine Schultern hingen schlaff herunter. Er verstand es nicht, warum die Katze so unbeeindruckt blieb. Er war wieder ein bisschen beleidigt und verletzt. Vor allem aber war er ratlos.

Am nächsten Tag wollte er es noch einmal versuchen. Und heute war der Löwe zum Kampf entschlossen. Heute würde er ihr endlich klar machen, wer er sei und was er könne. Dieses Mal rannte der Löwe die Katze zu. Die hatte die Augen geschlossen und tat so, als nähme sie keine Notiz von ihm.
Als er auf ihre Höhe gekommen war, rief er ihr mit tiefer Stimme zu: „Hey, mach gefälligst die Augen auf! Vor dir steht ein Löwe, dumme Katze!“ Die Katze musterte ihn kurz und sagte gelassen: „Ich kenne viel größere Löwen“, und schoss die Augen wieder.
Jetzt war der Löwe richtig böse. Er hätte brüllen können vor Wut. Er rannte davon, laut fluchend und zutiefst erregt. Aber je länger er darüber nachdachte, was ihm geschehen war, wurde er wieder mutlos. ‚Warum lässt sich diese blöde Katze überhaupt nicht beeindrucken?‘, überlegt er. Und dann fuhr durch ihn ein großer Schreck: Vielleicht war er doch nur eine Maus?

Aber er wusste es doch genau, dass er ein Löwe war! Er musste es noch einmal probieren.
Der Löwe ging beim nächsten Mal ganz langsam auf die Katze zu. Die hatte wie immer die Augen geschlossen und tat so, als nähme sie keine Notiz von ihm. ...

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"Schreiben ist mein Leben", so habe ich vor nicht wenigen Jahren noch großspurig behauptet. 

Das Leben hat es anders gewollt: Arbeit, Kinder... für das Schreiben blieben immer nur Zwischenzeiten und kurze Abende.

Inzwischen bin ich in Rente und habe angeblich viel Zeit. 

Immerhin schreibe ich jetzt mehr und längere Werke. 

 

Verlage haben sich für mich eher nicht interessiert. Vielleicht habe ich nicht mehr das profitbringende Alter? Oder ich vermeide es erfolgreich, auf Mainstream und  Modetrends abzufahren? 

Wie auch immer. Ich schreibe, einfach weil es mir großen Spaß macht, und ich es liebe,  Geschichten zu erzählen und erfundene Figuren zum Leben zu erwecken. 

Die Hoffnung, vielleicht auch politisch auf diesem Wege dem einen oder anderen die Augen zu öffnen, habe ich auch noch nicht ganz aufgegeben. 

 

Mein Leben ist es und war es nicht, das Schreiben. Aber ohne das Schreiben wäre es auch nicht mein Leben gewesen. 

 

 

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