aus meiner Werkstatt

 

In meinem PC ruht und schmort so Einges, was ich gerne weiter bearbeiten möchte..

 

Da ist der schon lange angekündigte neue Roman

mit dem Arbeitstitel:

Spitze Dächer

 

Der Arbeitstitel ist inspiriert durch die spitzen Dächer einer Häusersiedlung in Oranienburg (Brandenburg, bei Berlin) , die extra für das Bewachungspersonal des KZ Sachsenhausen gebaut wurden.

Es geht  in den Erzählungen darum, die letzten Tage des 2. Weltkrieges  zu dokumentieren. In dieser Stadt wurde bis zuletzt hart gekämpft. Hier liegen noch heute die meisten Bomben aus dem 2. Weltkrieg unter der Erde. Die chemische Kriegsindustrie war der Grund für die massivse Bombardierung  dieser Kreisstadt in der Nähe von Berlin.

Heute leben da wie überall ganz normale Leute. Es wurden noch weitere Häuschen im selben Stil dazugebaut, eine lange Reihe entlang der Ausfallstraße Richtung Schleuse am Lehnitzsee. 

In unseren Tagen erinnern sich nur noch wenige Einwohner an die damaligen Ereignisse.  Die Zeitzeugnisse liegen da und kaum einer beachtet sie noch.

Diese Häuser und die Vorstellung, dort heute zu wohnen, waren die Anstöße für den neuen Roman.

Angesichts der heutigen Weltsituation, in einer angespannteren Lage als es sie je im kalten Krieg gegeben hat, wäre die Erinnerung an das, was Krieg bedeutet und wie vernichtend er ist, eigentlich hoch angebracht. Stattdessen wird die bedrohende Weltlage genauso ignoriert, wie die Zeiten um 1945. Verleugnen und vergessen scheinen Strategiender Menschen zu sein, die angesichts des Schrecklichen immer wieder auftreten. So wie damals eine ganze Stadt ignorierte, dass innerhalb ihrer Mauern Tausende von Juden, Homosexuellen, Sinti und Roma und Kommunisten durch unmenschliche Arbeit oder direkt durch gezielte Tötung vernichtet wurden.

In meinen Geschichten sind es die Frauen, die auf die Zeitzeugnisse stoßen und nicht mehr bereit sind, weiterhin zu vergessen und zu ignorieren.

 

Geplante Story:

Nach dem Tod des Vaters muss die Mutter mit ihren beiden Kindern das große Haus verkaufen. Sie ziehen in ein sehr viel kleineres am Rande der Stadt, das ihnen aber auch gut gefällt und mit seinem spitzen  Dach gemütlich aussieht.

Als die Tante zur Einweihung zu Besuch kommt, stellt sie beim Kaffee-Trinken die Frage: "Wisst ihr eigentlich, wer früher hier früher gewohnt hat?"

Tatsächlich handelt es sich um eins der Häuser, die in der Nazizeit für die KZ-Wärter des in der Nähe liegenden KZ-Sachensenhausen gebaut wurden. Keine schöne Vorstellung, finden alle. Doch die Tochter kann sich von dieser Vorstellung nicht lösen und versucht, sich die damalige Zeit zu vergegenwärtigen. Wie ging es den Kindern des KZ-Wärters, der damals hier gewohnt hat? Wussten sei vom Beruf des Vaters?

Diese und andere Geschichten der Gegenwart machen die Zeit des 2. Weltkrieges und die Zeit nach Kriegsende in dieser Provinzstadt lebendig. Immer wieder stellen die Protagonistinnen fest, dass alle Menschen um sie herum vergessen haben und auch vergessen wollen, was damals in ihrer Stadt und in diesem Lande passiert ist.

...

Der Roman hat also bisher 3 dicke Kapitel, die eigentlich fast  unabhängig voneinander wie Erzählung gelesen werden könnten.

Eine gute Handlung für die Protagistinenn in der Gegenwart ist mir bisher nicht einfafallen.

Aber vielleicht ergänze ich die drei Erzähluingen noch um eine oder zwei weitere, die in der Nachkriegszeit hir in der Region Oberhavel spielen. Dann würde daraus eine Geschichten- und Dokumentensammlung aus jener Zeit werden. Ist vielleicht auch nicht schlecht.

 

 

Es gibt noch mehr Projekte:

 

  • Ein weiterer Roman Arbeitstitel "Dieter", der die Geschichte eines Mannes erzählt, den der hereinbrechende Neoliberalismus der Jahre um 2000 um seine Lebensaufgabe als Psychotherapeut und Lebensberater, um seinen Arbeitsplatz und fast auch um seinen Verstand bringt.

 

  • Im vorletzten Jahr habe ich ein umfrangreiches Theaterstück mit dem Titel "Indische Straße Nummer 5 oder Warum gibt es Kriege?" geschrieben. Leider haben sich die Regisseure, die so nett waren, das Opus anzuschauen, schon an den 24 Personen gestoßen, die ich auf die Bühne bringen wollte.
    Schade. Aber der Stoff ist mir zu wertvoll, als dass ich ihn in der Schublade vergraben möchte. Vielleicht ist es auch Stoff für einen Roman, eienn Science Fiction-Roman? Mal sehen.

 

  • Als ich 1993 aus dem Westen nach Jena umzog, begannich mit Tagebucheintragungen über meine Zeit und meien Beobachtungen.
    Später plante ich dann, das Ganze als Dokumentation oder sogar als Roman fertig zu schreiben.
    Inzwischen ist der Roman fertig, aber ich werde ihn so nicht heruasgeben. Dasl liegt daran, weil ich merke, dass das WErk in drei verschiedene Bereiche auseinanderfällt, die nicht genug mit einander verwoben sind.
    • Da gibt es jede Menge spannende Beobachtungen aus jener Zeit
    • dann habe ich sehr viele Gedanken und Reflektioen meinerseits festgehalten
    • und schließlich verband ich das Ganze mit einer Romanhandlung, teils autobiographisch, teils erfunden, die aber vion den beiden anderen Ebenen dominiert wird und nicht wirklich entfaltet werden kann.

      Vielleicht versuche ich, wenigstens die Beobachtungen als eine Art Kaleidoskop-Dokumentation zusamemnzugringen, denn sie sind sehr spannend und es wäre aus meiner Sicht schade, wenn sie nur mich bekannt blieben.


 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Mechthild Seithe Impressum: Mechthild Seithe, Humberstrasse 5, 16515 Oranienburg, 0170 7826760