Poesie und Texte
Poesie und Texte

Kurzgeschichten

Die kalten Hände

 

Der geschiedene Vater besucht zu Weihnachten seine frühere Familie. Die Kinder sind wie dressiert: steif und unnahbar. Seine frühere Frau ignoriert ihn beinahe. Er ist erschrocken. Gleichzeitig steht er zu seinem Entschluss, den Kontakt zu seiner Ex-Familie so gering wie möglich zu halten.

Er will sein neues Leben leben. Er geht, bedrückt, traurig aber mit einem Gefühl, das richtige getan zu haben.
Der Jüngste rennt ihm hinterher und übergibt ihm mit eiskalten Händen ein selbst gebasteltes Geschenk.

 

 

 

Das Schokoladengeschäft

 

1920, zur Zeit der Inflation hat sich Lucie ein wunderbares Schokoladengeschäft aufgebaut und ist sehr stolz darauf, auch ihr Freund ist stolz auf sie. Als sie  schwanger ist, wird ihr klar, was das bedeutet: Sie kann als schwangere, unverheiratete Frau unmöglich hinter dem Ladentisch stehen. Wenn er sie heiratet, wird sich alles richten lassen. Als sie ihrem Freund mitteilt, dass sie ein Kind bekommt, reagiert der zunächst betroffen und ablehnend. Jetzt steht sie im Laden und wartet darauf, dass ihr Freund kommt um sie abzuholen. 

 

 

 

Frühling für alle

 

Iris besucht Kinder in einer Obdachlosensiedlung mitten auf dem freien Feld. Sie versucht, eine Brücke zu den Kindern zu bauen und sie als Kinder einfach gerne zu haben. Als sie irritiert feststellt, dass die Kinder nicht wissen, was „Frühling“ ist, begreift sie, dass Armut heute etwas ganz bedeutet als früher.

 

 

 

Spießrutenlaufen

 

Jürgen Krampken ist Lehrer in einer Hauptschule. Er hasst seinen Beruf und seine Schüler. Und sie nutzen ihn als Zielscheibe für ihren Spaß und ihre Aggressionen. Sein Körper reagiert mit wahnsinnigen Kopfschmerzen. Er kann dieser täglichen Hetzjagd nicht entgehen und steht mit dem Rücken zur Wand.

 

Der Abschied

 

Nachdem ihn die jetztige Frau seines Vaters informiert hat, besucht Peter nach vielen Jahren Streit und Abstand zwischen Vater und Sohn den sterbenden Vater.

Heike und Peter  stehen sich skeptisch gegenüber.

Nach einiger Zeit gelingt es dem Sohn, auf seinen sterbenden Vater zuzugehen, der die Berührung durch Peter trotz Wachkoma spürt.  Auf der Beerdigung begegnen sich Heike und Peter wie zwei Vertraute, die beide soeben einen wichtigen Menschen verloren haben.

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© Mechthild Seithe